"Wozu braucht man eigentlich einen Traktor?"

Das fragten die Kinder der Marienkäfer-Gruppe einen, der sich damit auskennt: den Traktorfahrer Erhard Diehl. „Fährst du damit zum Metzger die Wurst einkaufen?“ Und „Was kommt auf den Anhänger drauf, wenn du unterwegs bist?“ – „Nein, zum einkaufen brauche ich den Trecker nicht. Und auf den Anhänger lade ich große und schwere Sachen auf, die gar nicht in mein Auto passen. Prima kann ich damit Holz aus dem Wald holen. Mein Auto würde auf dem matschigen Waldboden stecken bleiben. Vor einigen Jahren bin ich mit dem Traktor auf’s Kartoffelfeld gefahren, habe die Kartoffeln aus der Erde geholt, in viele Säcke gepackt und dann mit dem Anhänger nach Hause gefahren. Auch Heu habe ich schon transportiert. Allerdings war da der Anhänger ein anderer, größerer und da passten einige hundert Heu-Bündel drauf!“

 

 

Am Mittwoch, 12. Februar konnten sich die Kinder selbst ein Bild machen. Was sie bis dahin nur von ihrem Spielzeug und aus Bilderbüchern kannten, sahen sie nun in echt. Und so ein Trecker ist wirklich groß! Erhard erklärte den Marienkäfern was alles an dem Trecker dran ist: Die großen Räder mit dem dicken Profil, natürlich ein Lenkrad, was aber viel schwerer zu bewegen geht, als beim Auto. Aber dafür konnten alle sehen, wie sich die Räder beim Lenken über die Lenkstange bewegten. Dann die Anhängevorrichtung mit einem schweren Bolzen. Damit ist der Anhänger befestigt. Der Tank mit einem großen Deckel. Hier wussten die Experten unter den Kindern sogar, dass der Traktor mit Diesel fährt. Schließlich machte Erhard die Motorhaube auf. – O! und Ah! Staunten die Kinder. Was ist das alles dort drinnen? Und auch hier kannten sich schon einige gut aus: Der Motor ist da! Und die Batterie.

Schließlich kam der Moment, auf den alle schon gewartet hatten: Erhard startete den Traktor. Es war gar nicht so laut, wie die Mädchen dachten. Jetzt durften alle in den Anhänger klettern. Für jeden war ein Sitzplatz auf der Ladefläche, sogar die Erzieherinnen wollten unbedingt auch mal im Anhänger sitzen! Dann ging es los. Der Traktor setzte sich in Bewegung und drehte einige Runden auf dem Hof des Kindergartens. – Wie spannend! – Am liebsten wären alle immer so weiter gefahren, aber auch die schönste Treckerfahrt geht mal zu Ende. Alle waren begeistert, die Kinderaugen leuchteten und es war nicht zu sagen wer die meiste Freude hatte: die Kinder, die Erzieherinnen oder gar der Fahrer. Wir vom Kindergarten Regenbogen sagen ein herzliches: „Danke, Erhard!“